Every flower tells us a story
Es war einmal ein kleines Mädchen namens Luna. Sie liebte die Natur schon seit sie ein kleines Kind war. Sie liebte es, durch den Wald und das angrenzende Blumenfeld zu laufen. Sie fühlte sich frei, glücklich und musste nie über ihre Probleme nachdenken,
Inzwischen ist Luna 17 Jahre und hat nur noch ein paar Tage bis zu ihrem 18. Geburtstag. Sie hasste es groß zu feiern und hat deshalb beschlossen einfach mit ihrem Hund, ihrer Mama und ihren beiden Großeltern zu feiern. Ihr Vater starb leider als sie drei Jahre alt war. Luna dachte oft an ihn. Sie wusste nicht viel von ihm, aber sie wusste, dass er Sonnenblumen über alles liebte. Zu Lunas Bedauern hatte sie im Winter Geburtstag, weshalb keine Blumen wuchsen. Sie hielt nicht viel von Blumengestecken die man in eine Vase tut. Die Blumen haben dann kein freies Leben und tot wären sie ja auch, ohne je gelebt zu haben.
Luna ging aber auch im Winter gerne in die Natur. In dem Wald nicht weit von ihrem Zuhause, ging sie regelmäßig spazieren. Immer wieder sah sie Eichhörnchen die nach ihren Nüssen suchten, aber auch Buntspechte, wie sie elegant durch die Luft gleiten. Zur Abwechslung beschloss Luna heute aber einen anderen Weg zu gehen. Sie weiß nicht genau warum, aber der kleine Pfad, auf dem sie sich befand, hatte sie einfach noch nie gesehen.
Sie kam an einem kleinen Bach vorbei, der sich nur langsam unter der Eisschicht bewegte. Es war wie ein verstecktes Paradies, welches nur heute für sie allein zugänglich war.
Luna erschrak als sie plötzlich eine Stimme ihren Namen sagen hörte. Woher kam sie? Wer war das? „Luna“, es klang, als würde der Wind mit ihr sprechen. Sie drehte sich leicht ängstlich um. Sie suchte die komplette Umgebung nach irgendetwas ab. Sie wusste nicht, wonach sie suchen soll, aber sie war sich sicher irgendetwas zu finden. Tatsächlich entdeckte sie einen komisch geformten Stein. Er grinste sie an. Warte mal, was?! Steine können doch gar nicht grinsen! Sie warf einen genaueren Blick darauf. Tatsächlich, der Stein scheint ein Gesicht zu haben. „Hallo Luna. Du vermisst deinen Vater nicht wahr?“ Wie konnte das sein? Der Stein sprach mit ihr und wusste noch dazu von ihrem Vater? In welcher Welt lebte sie? Warum war sie noch nie hier gewesen, sie kannte den Wald schließlich in und auswendig. „Du bist verwirrt, aber keine Sorge, ich tu dir schon nichts. Wir haben auf dich gewartet. Wir wollten dir schon jetzt ein kleines Geschenk machen, da du deine Familie und die Natur so wertschätzt.“ „W-Wir?“, fragte Luna zögerlich. Sie war sich noch immer nicht sicher was dieser Stein von ihr wollte. „Ja, wir. Du wirst schon sehen, aber dafür musst du mir vertrauen und deine Augen schließen.“ Was um Himmels willen redet dieser Stein für einen Blödsinn? Augen schließen um zu sehen?! Aber Luna wusste sich nicht anders zu helfen und tat was ihr gesagt wurde.
Ein Schauer lief ihr über den Rücken und dann berührte sie jemand an der Schulter. Schlagartig riss sie die Augen auf. „P-Papa?“, fragte sie leise. Ihr schossen Tränen in die Augen. Vor ihr stand tatsächlich ihr eigener Vater. Sie blickte sich um. Sie stand nun nicht mehr bei dem kleinen Bach, sondern auf einer wunderschönen Blumenwiese. „Hallo Luna. Ich freue mich so dich zu sehen! Ich habe nicht viel Zeit, aber ich möchte dir etwas geben“, sagte ihr Vater mit ruhiger Stimme, während er sie zärtlich umarmte. Als sie sich aus ihrer Umarmung lösten, holte er eine kleine Sonnenblume hinter seinem Rücken hervor. Sie war nicht viel größer als ihre Handfläche, aber sie war wunderschön. „Setzte sie in ein Glas mit Wasser und achte gut auf sie.“
Ihr wurde schwarz vor Augen. Als sie wieder etwas erkennen konnte, saß sie auf ihrem Bett. Hatte sie nur geträumt? Sie blickte in ihre Hand. Nein, sie hielt die Blume noch immer in ihrer Hand. Sie war überglücklich. Ein Geschenk von ihrem eigenen Vater! Luna versuchte gar nicht zu verstehen wie das alles passieren konnte. Sie holte eine Vase, füllte sie mit Wasser und frischte die Sonnenblume achtsam ein.
Jeden Abend, wenn sie nun einen Blick auf sie warf, spürte sie ihren Vater, der auf sie Acht gibt.
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